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Inklusion ?!

Inklusion im Sinne der Menschenrechtskonventionen kann aber nur gelingen, wenn die Schüler und Lehrer die Bedürfnisse der anderen Schüler kennen.

Grundlegende Idee:

Die Kamera stellt stets die Sicht des behinderten Menschen dar. Das bedeutet, die Kamera, die den Rollstuhlfahrer darstellt, bewegt sich nur auf Rollen (Drehstuhl, Rollwagen etc.), die Kamera, die einen Schüler mit Autismus darstellt, „schaut“ nicht in die Augen der Mitschüler, die Kamera des sehbehinderten Schülers simuliert mittels einer Papierrolle den Tunnelblick, wird durch vorgespanntes Pergamentpapier unscharf (bzw. mit gesperrter Fehlfokussierung der Kamera) usw.

Erkannt werden sollen allerdings die Mitschüler - entweder in der Situation als hilflose Mitschüler oder auch als Schüler, die Lösungen vorschlagen und durchführen.

inkluCam - ein multimediales Inklusions - Unterrichtskonzept 

Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. 

Entsprechend dieser Konvention heißt es in Artikel 24 (2): „Bei der Verwirklichung dieses Rechts (auf Teilhabe) stellen die Vertragsstaaten sicher, dass a) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden …

Infolgedessen werden in den Bundesländern - in unterschiedlicher Ausprägung - 

Modelle zur Inklusion behinderter Schüler entwickelt. 

In Rheinland-Pfalz sollen vom Schuljahr 2014/2015 an Eltern einen rechtlichen Anspruch haben, ihr beeinträchtigtes Kind auf einer Regelschule unterrichten zu lassen. Die 255 Schwerpunktschulen, an denen behinderte mit nicht behinderten Klassenkameraden zusammen lernen, sollen ausgebaut werden. Bis 2016 sollen 40 Prozent der beeinträchtigten Kinder an herkömmlichen Schulen unterrichtet werden. 

Trotz der geplanten Unterstützung durch „Förder- und Beratungszentren“ (ehemalige Förderschulen) ist zumindest in den ersten Jahren mit einer großen Unsicherheit im Umgang mit den beeinträchtigten Schülern auszugehen. Diese Unsicherheit betrifft Lehrer ebenso wie Mitschüler. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Unkenntnis der Behinderung, der medizinischen und psychologischen Ursachen sowie der Auswirkungen im Unterricht mit den behinderten Mitschülern.

Für wen?

Der Einsatz der Kamera (Smartphone, Tablet-PC) ist kein Selbstzweck - die Kamera stellt nämlich die Sicht des behinderten Menschen dar und ermöglicht so einen Einblick in seine Erlebniswelt. 

Die Methode ist insbesondere auch gut für Schulklassen geeignet, die bisher keine Erfahrungen mit behinderten Schülern gemacht haben oder auch Jugendgruppen (Pfadfinder, Messdiener etc.). Sie kann je nach Gewichtung auch im Rahmen des  Ethik-/ Religionsunterrichtes oder auch des Biologieunterrichtes verwendet werden.